Gastronomie
Digitale Speisekarte mit QR-Code: So gelingt sie in Ihrem Lokal
QR-Code-Speisekarte für Restaurants, Cafés und Bars in Österreich: Vorteile, Allergenkennzeichnung A–R, Tagesmenü und die häufigsten Fehler – mit Schritt-für-Schritt-Anleitung.
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Gäste scannen heute ganz selbstverständlich einen QR-Code am Tisch. Eine digitale Speisekarte spart Ihnen Druckkosten, ist in Sekunden aktualisiert und zeigt Allergene übersichtlich an. Damit sie Ihren Gästen wirklich gefällt, kommt es aber auf ein paar Details an. In diesem Artikel erfahren Sie, worauf Sie achten sollten – und wie Sie Ihre eigene QR-Speisekarte in wenigen Minuten erstellen.
Was ist eine digitale Speisekarte?
Eine digitale Speisekarte ist eine Webseite mit Ihren Gerichten, Preisen und Allergenen, die Gäste über einen QR-Code am Tisch, an der Theke oder im Schaufenster öffnen. Eine App brauchen sie dafür nicht: Die Handykamera erkennt den Code, ein Tipp – und die Karte ist offen.
Wichtig: Die digitale Karte ersetzt nicht zwingend die gedruckte. Viele Lokale nutzen beides – die gedruckte Karte für das Stammangebot, die digitale für Tagesmenü, Aktionen und Allergene. Manche Gäste möchten lieber Papier in der Hand halten; halten Sie deshalb immer auch eine gedruckte Karte bereit.
Die Vorteile für Ihr Lokal
- Änderungen in Sekunden: Neuer Preis, ausverkauftes Gericht, saisonale Spezialität – Sie ändern es am Handy, und die Gäste sehen es sofort. Kein Neudruck, kein Überkleben.
- Tagesmenü ohne Kreidetafel: Das Mittagsmenü am Morgen eintragen, und es ist über denselben QR-Code abrufbar.
- Allergene übersichtlich: Gäste mit Unverträglichkeiten finden die Kennzeichnung direkt beim Gericht, statt nachfragen zu müssen.
- Mehr als nur die Karte: Öffnungszeiten, Telefonnummer, Route, Gäste-WLAN und ein Bewertungs-Button – alles an einem Ort.
- Hygienisch und günstig: Keine abgegriffenen Karten, keine laufenden Druckkosten.
Allergenkennzeichnung in Österreich: Das müssen Sie wissen
In Österreich regelt die Allergeninformationsverordnung (BGBl. II Nr. 175/2014), wie Gastronomiebetriebe über die 14 Hauptallergene informieren. Üblich ist die Kennzeichnung mit den Buchstaben A bis R:
| Buchstabe | Allergen | Buchstabe | Allergen |
|---|---|---|---|
| A | Glutenhaltiges Getreide | H | Schalenfrüchte (Nüsse) |
| B | Krebstiere | L | Sellerie |
| C | Eier | M | Senf |
| D | Fisch | N | Sesam |
| E | Erdnüsse | O | Sulfite |
| F | Soja | P | Lupinen |
| G | Milch / Laktose | R | Weichtiere |
Die Information kann schriftlich (zum Beispiel in der Speisekarte) oder mündlich durch geschultes Personal erfolgen – bei mündlicher Auskunft muss die Information trotzdem schriftlich dokumentiert und für Gäste einsehbar sein. Eine digitale Speisekarte mit Allergen-Buchstaben und Legende ist eine einfache Möglichkeit, das sauber umzusetzen.
Hinweis: Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung. Verbindliche Auskünfte zur Allergenkennzeichnung erhalten Sie bei Ihrer Wirtschaftskammer oder der Lebensmittelaufsicht Ihres Bundeslandes.
Die 5 häufigsten Fehler bei QR-Speisekarten
- Ein PDF statt einer Handy-Seite. Ein eingescanntes PDF muss man am Handy zoomen und schieben. Gäste geben schnell auf. Besser ist eine Karte, die für kleine Bildschirme gebaut ist.
- Zu kleiner oder versteckter QR-Code. Der Code sollte gut sichtbar am Tisch stehen – idealerweise auf einem Tischaufsteller – und mindestens etwa 3 × 3 cm groß sein.
- Veraltete Preise. Der größte Vorteil der digitalen Karte ist die schnelle Änderung. Nutzen Sie ihn – und halten Sie Preise aktuell.
- Keine Allergene. Gerade digital lässt sich die Kennzeichnung bequem pro Gericht hinterlegen. Fehlt sie, fragen Gäste trotzdem nach.
- Lange Ladezeiten. Riesige Fotos machen die Karte langsam, vor allem im Gastgarten mit schwachem Empfang. Wenige, gut komprimierte Bilder genügen.
Schritt für Schritt: Ihre QR-Speisekarte erstellen
Mit Smart Digitalcards erstellen Sie die Speisekarte als Teil Ihrer digitalen Visitenkarte – ohne Programmierkenntnisse:
- Kostenlos registrieren und die Grunddaten Ihres Lokals eintragen: Name, Adresse, Telefon, Öffnungszeiten.
- Im Bereich „Funktionen“ die Speisekarte einschalten. Kategorien anlegen (z. B. Vorspeisen, Hauptspeisen, Desserts), Gerichte mit Beschreibung und Preis eintragen.
- Pro Gericht vegetarisch/vegan und die Allergene A–R auswählen – die Legende erscheint automatisch unter der Karte.
- Optional das Tagesmenü einschalten und jeden Morgen aktualisieren.
- Den Tisch-Aufsteller als PDF herunterladen, ausdrucken und auf die Tische stellen. Auf Wunsch ist auch ein QR-Code für das Gäste-WLAN darauf.
Tipp: Schalten Sie zusätzlich den Bewertungs-Button ein. Zufriedene Gäste, die ohnehin gerade Ihre Karte am Handy offen haben, hinterlassen so viel eher eine Bewertung. Mehr dazu im Artikel Mehr Google-Bewertungen für Ihr Restaurant.
Häufige Fragen
Brauchen Gäste eine App, um die Speisekarte zu öffnen?
Nein. Aktuelle iPhones und Android-Handys erkennen QR-Codes direkt mit der Kamera-App. Die Speisekarte öffnet sich als normale Webseite im Browser.
Darf ich die gedruckte Speisekarte ganz abschaffen?
Die Allergeninformation muss für alle Gäste zugänglich sein, und für Preise gelten die Regeln zur Preisauszeichnung. Ob und in welcher Form Sie dafür zusätzlich eine gedruckte Karte oder einen Aushang brauchen, klären Sie am besten mit Ihrer Wirtschaftskammer. Unabhängig davon möchte nicht jeder Gast sein Handy benutzen – halten Sie deshalb zumindest eine gedruckte Karte bereit.
Wie schnell sind Änderungen sichtbar?
Sofort nach dem Speichern. Der QR-Code bleibt dabei gleich – Sie müssen nichts neu drucken.
Kann ich das Tagesmenü getrennt von der Speisekarte pflegen?
Ja. Das Tagesmenü ist ein eigener Bereich mit Überschrift, Preis und einzelnen Gängen und lässt sich unabhängig von der Speisekarte ein- und ausschalten.
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