Tipps & Grundlagen

Digitale Visitenkarte: Was kostet sie wirklich?

Was kostet eine digitale Visitenkarte? Kostenarten, versteckte Kosten, Rechenbeispiele für Einzelne und Teams und eine Checkliste für den Anbietervergleich.

4 Min. LesezeitVeröffentlicht am

Eine digitale Visitenkarte kostet je nach Anbieter nichts bis wenige Euro pro Jahr, bei Teams steigen die Kosten mit der Zahl der Karten. Entscheidend ist weniger der Einstiegspreis als die Frage, was darin enthalten ist, was nach dem ersten Jahr kostet und was bei einer Kündigung passiert. Dieser Artikel zeigt, aus welchen Posten sich die Kosten zusammensetzen, und rechnet Beispiele für Einzelpersonen und Teams durch.

Aus welchen Kosten setzt sich der Preis zusammen?

Fast alle Angebote bestehen aus einer Mischung dieser Bausteine:

Posten Was dahintersteckt Worauf Sie achten sollten
Karte selbst Die Seite mit Ihren Kontaktdaten Monats- oder Jahresabo, Einmalkauf oder kostenlose Basisversion
Zusatzfunktionen Speisekarte, Termine, Statistik, Team-Verwaltung Sind sie im Preis enthalten oder kosten sie extra?
Eigene Domain karte.ihre-firma.at statt Anbieter-Adresse Meist ein Zusatzpreis pro Jahr
NFC-Karte oder Sticker Der Chip zum Antippen Beschreibbare Rohlinge sind im Elektronikhandel erhältlich; manche Anbieter verkaufen bedruckte Karten
Mehrwertsteuer In Österreich 20 % Ist der Preis netto oder brutto angegeben?

Der erste Punkt, den Sie klären sollten: Netto oder brutto? Selbstständige und Unternehmen können die Umsatzsteuer in der Regel als Vorsteuer geltend machen, Privatpersonen nicht. Vergleichen Sie Preise deshalb immer in derselben Form.

Was kostet Smart Digitalcards?

Damit Sie ein konkretes Beispiel haben, hier unsere Preise (Stand dieses Artikels, alle Beträge pro Karte):

  • Erstellen und Vorschau: kostenlos. Sie können Ihre Karte in Ruhe gestalten, bevor Sie etwas zahlen.
  • Veröffentlichung: 20 € netto im ersten Jahr (24 € inklusive 20 % USt.), danach 10 € netto pro Jahr (12 € brutto). Bezahlt wird per PayPal als Jahresabo, kündbar zum Ende des bezahlten Zeitraums.
  • Eigene Domain (zum Beispiel karte.ihre-firma.at): zusätzlich 49 € netto pro Jahr.
  • Teams: Preis pro Karte sinkt mit der Anzahl: 20 € im ersten Jahr und 10 € ab dem zweiten für 1 bis 4 Karten, 15 € und 8 € für 5 bis 19 Karten, 12 € und 6 € ab 20 Karten (jeweils netto). Eine Firmen-Domain für Team-Seite und alle Mitarbeiterkarten kostet 99 € netto pro Jahr, unabhängig von der Zahl der Mitarbeiter.

Was Sie wissen sollten: Wer das Abo kündigt und die Karte später wieder veröffentlicht, zahlt erneut den Preis des ersten Jahres, nicht den günstigeren Folgepreis. Alle aktuellen Preise stehen auf der Startseite.

Rechenbeispiele

Einzelperson über drei Jahre (netto): 20 € + 10 € + 10 € = 40 €, brutto 48 €. Das sind rund 1,10 € netto pro Monat.

Team mit 10 Mitarbeitern: 10 Karten in der Staffel „5 bis 19“ kosten im ersten Jahr 10 × 15 € = 150 € netto (180 € brutto), ab dem zweiten Jahr 10 × 8 € = 80 € netto (96 € brutto). Mit Firmen-Domain kommen 99 € netto pro Jahr dazu.

Was kostet dagegen Papier? Das lässt sich nicht pauschal sagen, weil Druckpreise stark schwanken. Mit Ihren eigenen Zahlen können Sie es leicht selbst berechnen:

Wert
Preis pro Druckauflage (z. B. 250 Stück) ___ €
Wie oft pro Jahr Neudruck nötig (neue Nummer, Titel, Mitarbeiter)? ___ mal
Anteil der Karten, die ungenutzt bleiben ___ %
Jahreskosten Papier Auflage × Neudrucke

Meist zeigt sich: Der Preis pro Karte ist beim Papier niedrig, die laufenden Kosten durch Änderungen und Streuverluste sind der eigentliche Posten. Digital zahlen Sie einen festen Betrag, egal wie oft Sie etwas ändern. Wie sich beides sinnvoll kombinieren lässt, steht im Artikel Digitale Visitenkarte erstellen.

Versteckte Kosten und Fallen

  • Preis steigt nach dem ersten Jahr: Prüfen Sie den Folgepreis, nicht nur den Aktionspreis.
  • Wichtige Funktionen kosten extra: Eigene Domain, Statistik, Team-Verwaltung oder das Entfernen des Anbieter-Logos.
  • Zwangsverlängerung ohne Hinweis: Gut ist ein Hinweis vor der Verlängerung und eine einfache Kündigung.
  • Datenmitnahme: Können Sie Ihre Daten exportieren? Ohne Export sind Sie an den Anbieter gebunden.
  • Karte verschwindet bei Kündigung: Klären Sie, was mit Ihrem Link und gedruckten QR-Codes passiert.
  • Zusatzkosten für NFC: Beschreibbare NFC-Chips sind im Elektronikhandel erhältlich. Wie Sie sie selbst beschreiben, zeigt der Artikel zur NFC-Visitenkarte.

Checkliste für den Preisvergleich

  1. Preis netto und brutto notieren.
  2. Preis im ersten und im zweiten Jahr vergleichen.
  3. Was ist inklusive (Funktionen, Statistik, Domain, Support)?
  4. Wie kündigen Sie, und was passiert danach?
  5. Gibt es einen Daten-Export?
  6. Wo werden die Daten gespeichert (EU)?
  7. Gibt es Mengenrabatt für Teams?

Häufige Fragen

Gibt es digitale Visitenkarten kostenlos?

Es gibt Angebote mit kostenlosen Basisfunktionen. Prüfen Sie, welche Funktionen eingeschränkt sind und ob die Karte ein Logo des Anbieters zeigt. Bei uns ist das Gestalten kostenlos, für die Veröffentlichung fällt die Jahresgebühr an.

Muss ich für NFC extra zahlen?

NFC ist ein Zusatz. Die Karte funktioniert auch per QR-Code und Link. Wer NFC nutzen möchte, braucht zusätzlich eine beschreibbare NFC-Karte, die im Handel erhältlich ist.

Kann ich die Kosten absetzen?

Für Selbstständige und Unternehmen sind Ausgaben dieser Art in der Regel Betriebsausgaben, und die Umsatzsteuer kann meist als Vorsteuer geltend gemacht werden. Lassen Sie sich im Einzelfall von Ihrer Steuerberatung bestätigen.

Wie viel spare ich gegenüber Papierkarten?

Das hängt davon ab, wie oft Sie nachdrucken und wie viele Karten ungenutzt bleiben. Mit der Rechenvorlage oben bekommen Sie eine Antwort für Ihre Situation.

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