Tipps & Grundlagen

vCard (.vcf) erklärt: So funktioniert „Kontakt speichern“

Was ist eine vCard-Datei (.vcf)? Aufbau, Versionen, welche Daten enthalten sind, warum Umlaute oder Fotos manchmal fehlen und wie der Import in jedem Handy klappt.

5 Min. LesezeitVeröffentlicht am

Eine vCard ist eine kleine Textdatei mit der Endung .vcf, die einen Kontakt enthält: Name, Telefonnummern, E-Mail, Adresse und mehr. Fast jedes Telefon, jedes Mailprogramm und jede Adressverwaltung kann sie öffnen und daraus einen Kontakt anlegen. Genau diese Datei steckt hinter dem Knopf „Kontakt speichern“ auf einer digitalen Visitenkarte.

Wie sieht eine vCard aus?

Öffnen Sie eine .vcf-Datei in einem Texteditor, sehen Sie lesbaren Text. Ein vereinfachtes Beispiel:

BEGIN:VCARD
VERSION:3.0
N:Berger;Anna;;;
FN:Anna Berger
ORG:Berger Immobilien
TITLE:Immobilienmaklerin
TEL;TYPE=CELL:+43 664 123 45 67
EMAIL;TYPE=INTERNET:anna@beispiel.example
URL:https://beispiel.example
END:VCARD

Jede Zeile besteht aus einem Feldnamen und einem Wert. N ist der strukturierte Name (Nachname, Vorname), FN der angezeigte Name, ORG die Firma, TEL eine Telefonnummer. Die Datei beginnt mit BEGIN:VCARD und endet mit END:VCARD. Mehrere Kontakte können in einer Datei hintereinanderstehen.

Welche Versionen gibt es?

Es gibt die Versionen 2.1, 3.0 und 4.0. Version 3.0 wird von iPhones, Android-Handys und gängigen Programmen am zuverlässigsten gelesen, deshalb nutzt Smart Digitalcards diese Version für „Kontakt speichern“. Version 4.0 ist neuer, wird aber nicht überall gleich gut unterstützt. Für Visitenkarten gilt: kompatibel schlägt modern.

Was kann in einer vCard stehen?

Feld Bedeutung
Name, Firma, Position Wer Sie sind
Telefonnummern beliebig viele, mit Typ (Mobil, Büro)
E-Mail eine oder mehrere Adressen
Websites Ihre Webseite, auch die Adresse Ihrer digitalen Karte
Adresse Straße, Ort
Soziale Profile LinkedIn, Instagram usw. (je nach App sichtbar)
Notiz z. B. Ihre Kurzbeschreibung
Foto als Bilddatei oder als Link

Bei unserer Karte werden alle hinterlegten Telefonnummern, E-Mail, Website, Adresse, soziale Profile, Kurzbeschreibung und das Foto übernommen, sofern Sie sie ausgefüllt haben. Ihre Karte selbst ist ebenfalls verlinkt, sodass der Kontakt später auf die aktuelle Version zurückführt.

Wie läuft „Kontakt speichern“ ab?

  1. Ihr Gegenüber tippt auf den Knopf.
  2. Der Browser lädt die .vcf-Datei.
  3. Das Telefon erkennt den Dateityp und bietet an, einen neuen Kontakt anzulegen.
  4. Ein Tipp auf „Sichern“ oder „Hinzufügen“, und der Kontakt ist im Adressbuch.

Je nach Handy, Browser und Version unterscheidet sich die Darstellung leicht. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für iPhone und Android folgt in einem eigenen Artikel.

Warum fehlen manchmal Umlaute oder das Foto?

Wenn etwas nicht wie erwartet ankommt, liegt es meist an einem dieser Punkte:

  • Umlaute und Sonderzeichen: vCards müssen in UTF-8 gespeichert sein. Ältere Programme lesen sonst „Müller“ als „Müller“. Unsere Datei ist UTF-8, bei Importen aus alten Systemen kann das Problem trotzdem auftreten.
  • Foto fehlt: Manche Apps übernehmen nur eingebettete Fotos, nicht Fotos, die als Link angegeben sind. Das Verhalten hängt von der Adressverwaltung ab.
  • Soziale Profile fehlen: Das Feld ist eine Erweiterung, die nicht jede App anzeigt. Die Daten sind dennoch gespeichert.
  • Nur die erste Nummer erscheint: Manche Programme zeigen weitere Nummern erst nach „Bearbeiten“ an.

vCard selbst erstellen oder importieren

Wenn Sie eine vCard von einem anderen Programm erhalten, importieren Sie sie so:

  • iPhone: Datei in „Dateien“ oder Mail öffnen, auf „Kontakt“ tippen und hinzufügen.
  • Android: Datei öffnen, die Kontakte-App fragt, in welches Konto der Kontakt gespeichert wird.
  • Outlook, Google Kontakte, Apple Kontakte am Computer: Über „Importieren“ im Menü der jeweiligen Kontakte-Verwaltung.

Selbst erstellen können Sie eine vCard mit jedem Texteditor: Text wie im Beispiel oben schreiben und als kontakt.vcf speichern (Kodierung UTF-8). Einfacher geht es, wenn Ihre digitale Karte die Datei erzeugt: Sie pflegen die Daten einmal, und jede Änderung gilt für alle künftigen Speicherungen.

Datenschutz bei vCards

Eine vCard enthält personenbezogene Daten, und jeder, der Ihre Karte öffnet, kann sie speichern. Geben Sie deshalb nur an, was Sie wirklich veröffentlichen möchten, besonders bei privaten Handynummern oder Wohnadressen. Was eine digitale Karte insgesamt kostet und was sie leistet, steht im Artikel zu den Kosten.

Es gibt QR-Codes, die die vCard-Daten selbst enthalten. Das Handy liest beim Scannen direkt Name und Nummer aus und bietet das Speichern an, ganz ohne Internet. Das klingt praktisch, hat aber einen Haken: Der Inhalt ist im Code „eingebrannt“. Ändert sich Ihre Nummer, stimmt der gedruckte Code nicht mehr, und je mehr Daten Sie unterbringen, desto dichter und schwerer scannbar wird er.

Ein QR-Code, der auf Ihre digitale Karte verweist, bleibt dagegen klein, gut scannbar und immer aktuell. Der Besucher speichert den Kontakt erst auf der Karte mit „Kontakt speichern“. Für gedruckte Materialien, die lange im Umlauf sind, ist das die robustere Wahl. Mehr zu den Größen und zur Platzierung eines Codes gibt der Artikel Digitale Visitenkarte erstellen.

Fehlersuche: Der Kontakt landet nicht im Adressbuch

Wenn „Kontakt speichern“ nicht funktioniert, gehen Sie diese Liste durch:

  1. Download blockiert? Manche In-App-Browser (zum Beispiel in Social-Media-Apps) laden keine Dateien. Öffnen Sie die Karte im normalen Browser (Safari, Chrome).
  2. Dateien-App statt Kontakte: Auf manchen Android-Geräten landet die Datei in „Downloads“. Tippen Sie auf die Datei, und die Kontakte-App öffnet sie.
  3. Falsches Konto: Android fragt, in welchem Konto der Kontakt gespeichert wird (Gerät, Google, Exchange). Wählen Sie das, aus dem Sie ihn später finden.
  4. Kontakt existiert schon: Mancher Import erzeugt ein Duplikat. Prüfen Sie das Adressbuch und führen Sie die Einträge zusammen.
  5. Alte Version des Systems: Sehr alte Handys kommen mit dem Format schlechter zurecht. Hier hilft nur, die Nummer manuell zu übernehmen.

Häufige Fragen

Was bedeutet .vcf?

Es ist die Dateiendung für vCards („virtual contact file“). Die Datei enthält einen oder mehrere Kontakte im Textformat.

Brauche ich eine App, um eine vCard zu öffnen?

Nein. iPhones und Android-Handys erkennen .vcf-Dateien von Haus aus und öffnen sie in der Kontakte-App.

Kann ich viele Kontakte auf einmal importieren?

Ja. Eine .vcf-Datei darf mehrere Kontakte enthalten, und die meisten Programme importieren sie alle in einem Schritt.

Ist eine vCard sicher?

Die Datei ist reiner Text ohne ausführbaren Code. Sicherheitsrelevant ist höchstens, welche persönlichen Daten Sie darin angeben.

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